Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

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Gruppenfoto4 
Foto: A. Lenz (2011)

Mit einem nach Zufriedenheit aussehenden Lächeln - nicht ohne Ironie bei dem einen F - verschwanden die Übungsleiter Gerlinde Fischer und Fred Rüh nach dem Abpfiff der Heimpartie der weiblichen Jugend  D I in die Kabine zu ihren Spielerinnen.

Das Lächeln entlockte ihnen die eigene Mannschaft, die am Samstag, den 08.10.2011, gegen die SV Fortuna `50 Neubrandenburg deutlich mit 34:17 gewann. Dass man Fischi und Fredi nicht so leicht eine so positive Reaktion abringen kann, wissen alle direkt oder indirekt zur Mannschaft Gehörenden. Das Lächeln soll also übersetzt heißen: Gut gemacht, Mädels!

 

Aber was haben die PHV-Spielerinnen an diesem Spieltag besser und anders gemacht als noch in der vergangenen Woche? Temporeich und ausgeglichen begann das Spiel, beide Mannschaften agierten zaghaft und zurückhaltend. Weder das eine noch das andere Team konnte sich in den ersten Spielminuten deutlich absetzen. Tore gelangen auf beiden Seiten und man meinte, dass es ein Spiel auf Augenhöhe werden würde. Doch so langsam fanden die PHV-Mädels ins Spiel. In der achten Spielminute, beim Stand von 7:5 nahm der Neubrandenburger Trainer eine Auszeit, sicher um den eigenen Spielerinnen die Gefahr des zu verpassenden Anschlusses aufzuzeigen, aber vielleicht  auch aus taktischen Erwägungen, nämlich um den Spielfluss des Gegners zu stören. Da wir aber keine Pessimisten sind, nehmen wir ersteres an.

Der PHV schaffte es in den folgenden Spielminuten, sich langsam aber stetig weiter abzusetzen. Technische Fehler und Fehlwürfe gab es auf beiden Seiten, doch die Mädchen waren den Gästen irgendwie immer um eine Nasenlänge voraus, konnten in der Deckung gezielt stören und ihre Chancen zum Tempogegenstoß nutzen. Phasenweise wurde auch gut zusammengespielt, hervorzuheben sind hier zwei Konstellationen: Lea Sophie Annas und Monique Hoppstädter sowie Meike Wetzel und Nele Knorn, die eben nicht im Alleingang sich durchsetzen wollten, sondern den frei stehenden Partner mit einem sicheren Zuspiel bedienten und so zum Torerfolg kamen. Aber Tore gelangen nicht nur über die Konter, sondern auch durch Würfe aus der zweiten Reihe. So stand es in der 16. Minute schon 15:7 für den PHV. Acht Tore in acht Minuten ist ein gutes Ergebnis, aber nur zwei Tore in acht Minuten zuzulassen, spricht für Leonie Warnke im Tor, die es zudem erneut vermochte, den Ball schnell und weit nach vorn zu bringen und somit ganz wesentlich an der deutlichen Führung beteiligt war. Dagegen schienen die Neubrandenburgerinnen konzeptlos, aber nicht aufgebend und auch um den Ball kämpfend. Mit dem Halbzeitpfiff stand es dann 15:9. Und den Gesichtern aller Spielerinnen stand das kampfbetonte und schnelle Spiel im Gesicht geschrieben. Die Pause war dringend notwendig.

Wer glaubte, dass die PHV-Spielerinnen nun mit diesem Tore-Polster leichtfertig in die zweite Hälfte der Begegnung gingen, irrte sich. Zwei Konter in Folge sorgten für das 17:9. Das erste Gegentor erzielten die Gäste erst in der fünften Spielminute der zweiten Halbzeit. Nun wurden die Dominanz, die Spielfreude und das gesicherte Auftreten des PHV deutlich. Zu erkennen auch daran, dass man sich zwar im zweiten Teil neun Fehlwürfe erlaubte, dafür aber 19 Tore warf. Und das war ein Grund, F&F ein Lächeln zu entlocken.

Dennoch zeigte der heutige Spieltag eines sehr deutlich: Der Aufbau und die Kreisspieler machen die Tore, noch zu wenig werden die Außenspieler einbezogen bzw. werden selbst torgefährlich. Eine, die das aber am heutigen Tage gut kompensieren konnte, war Nele Knorn, die Biss und Treffsicherheit sowohl vom Kreis als auch von der Außenposition demonstrierte.

So zeigten sich zufriedene Gesichter im ganzen Team zum Abpfiff beim Stand von 34:17. Mit diesem Sieg führt die Mannschaft die Tabelle, durch das bessere Torverhältnis HSV Insel Usedom gegenüber, mit 8:0 Punkten an.

 

Für den PHV spielten: Leonie Warnke, Inga Schallock (beide Tor); Meike Wetzel (3), Nele Knorn (7), Lea Meyer (2), Jacqueline Voigt, Lea Sophie Annas (7), Monique Hoppstädter (14), Laura Potschang, Jenny Brock (1), Anika Siebert.