Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

Handball auf dem Rasen und nicht in der Halle wollten die Mädchen der neuen weiblichen Jugend E (Jg. 2001/02) am Samstag, den 18.06.11, beim Bär´lin-Cup der SG ASC/VfV Spandau & SG Spandau/Füchse Berlin spielen.

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Gedanklich vorbereitet waren die Mädchen auf viel unebenes Grün und wenig Dribbling. Unvorbereitet waren sie jedoch auf den sporadisch stark auftretenden Regen, der den Rasen rutschig, den Ball nass und die Spielerinnen nervös machte. 

Was man aber aus solch widrigen Bedingungen machen und lernen kann, das sollte sich am Ende des Tages zeigen.

Im ersten Spiel der Gruppe B, unmittelbar nach einem vorausgegangenen Regenschauer, trat der Pasewalker HV gegen Pro Sport Berlin 24 an. Den zum Teil körperlich überlegenen Berlinerinnen konnte man nur anfangs Paroli bieten. Zu sehr kämpften die Pasewalkerinnen mit sich und der ungewohnten Umgebung. Jede Spielerin musste sich auf dem anderen „Parkett“ orientieren, hinzu kamen der nasse Ball und die ungenauen Pässe. Schnell schlichen sich im Angriff und auch der Deckungsarbeit Fehler ein, die durch den Gegner konsequent genutzt wurden. Am Ende wurde eine deutliche 3:7-Niederlage verbucht. Den PHV-Spielerinnen musste der Spielfluss und somit die Relevanz des Zuspielens in der nun größeren Spielpause bis zur nächsten Begegnung verdeutlicht werden. 

Als nächstes stand uns der SV Grün-Weiß Schwerin 2 gegenüber. Durch die vorausgegangenen Regenunterbrechungen wurde die Spieldauer von 18 auf 15 Minuten herabgesetzt. Dennoch gewannen die Mädchen deutlich mit 10:0. Garanten für den Sieg waren die gute Deckungsarbeit und das schnelle Spiel nach vorn. Viele Spielerinnen konnten sich hier in die Torschützenliste eintragen. Mit diesem Sieg war auch klar, dass man das letzte Vorrundenspiel unbedingt gewinnen wollte, um Gruppenzweiter zu werden und somit die vorderen Turnierplatzierungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Durch die sich mittlerweile häufenden witterungsbedingten Spielunterbrechungen betrug die Spieldauer nur noch 10 Minuten in der Partie gegen die SG ASC/VfV Spandau 1. Konzentriert und kämpferisch gingen die Mädchen in die Partie gegen den Gastgeber. Immer wieder scheiterten die Gegner an unserer Torhüterin Philine Schultz. Eigene Torchancen wurden andererseits nicht konsequent genutzt, schon besser kamen die Spielerinnen jedoch mit der ungewohnten Umgebung klar. In der eher torarmen Begegnung siegte man schließlich mit 3:1.

Damit standen wir im Halbfinale. Hier hieß der Gegner erneut Schwerin, jedoch deren erste Vertretung. Kurz nach dem Anpfiff des Spieles wurde es jedoch wieder abgebrochen, da ein Gewitter aufzog. Das bedeutete ein erneutes Warten. Die Turnierleitung beschloss dann endlich, die aufgeweichten Nerven der Spielerinnen, Eltern und Übungsleiter nicht weiter zu strapazieren und die Halbfinal- und Finalspiele in ein Siebenmeter-Werfen umzuwandeln, um die Platzierungen vornehmen zu können, denn gerade die auswärtigen Mannschaften trotzten dem Regen.

Drei Spielerinnen jeder Mannschaft sollten hierbei die Entscheidung herbeiführen. Treffsicher erwiesen sich Leoni Meyer und Lucie Fröhlich sowie souverän Philine Schultz im Tor, so dass unsere dritte Werferin gar nicht mehr antreten musste, da wir uneinholbar mit 2:0 führten.

Gleich danach wurde das Finale bei immer stärker werdendem Regen durchgeführt. Gegner war hier wiederum die Mannschaft von Pro Sport Berlin 24, die sich in der zweiten Halbfinalbegegnung gegen den MTV Lübeck durchsetzen konnte. Und dieses Finale wurde zu einem echten Nervenkitzel. Nicht nur unsere ersten sechs Werferinnen scheiterten am Punkt, sondern auch die des Gegners. Da rutschte schon mal der Fuß über die Linie oder aber der Ball aus der Hand. Als dann Lea Pfefferkorn als siebente Werferin endlich verwandelte, war die Freude unter den Mädels groß. Aber der Gegner hatte noch die Chance, durch einen eigenen Treffer nachzuziehen. Große Erleichterung und übergroßer Jubel, als dies nicht gelang. Turniersieger!

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An diesem tollen Erfolg waren beteiligt: Philine Schultz (Tor), Lena Kriedemann, Johanna Dierich, Lucie Fröhlich, Mara Neumann, Leoni Meyer, Ronja Falk, Frida Bertram, Lea Pfefferkorn und Lara Berndt.

 

Und so beschreibt der Veranstalter den Turniertag:

Der Tag fing so gut an: Nicht zu warm und nicht zu kalt. Viele Fans und Eltern, die den kleinen Handballern Applaus und Aufmerksamkeit schenkten. Die Würste und Steaks warteten schon früh auf Ihre neuen "Besitzer".

Bis zu den Halbfinalspielen lief alles noch gut. Die paar Regenschauer konnten uns nichts ausmachen. Die meisten trugen es mit Humor und harrten aus, bis der Himmel (kurz) Ruhe gab. Einige Vereine waren vorsichtig und wollten ihre Kleinen keiner (Rutsch-) Gefahr aussetzen, so dass das Kampfgericht viel zu tun hatte, um die Spiele so zusammen zu schieben, dass sie einigermaßen den Überblick behalten konnten. Trotzdem kam es leider zu regenbedingten zeitlichen Verschiebungen von bis zu 45 Minuten.

Dann meinte es der Turniergott leider nicht mehr gut mit uns Handballern: Die Halbfinalspiele mussten kurz nach Beginn wieder abgepfiffen werden und wir warteten wieder auf eine Regenpause. Der sehr starke Regen, aufgeweichte Rasenplätze und der Donner zwangen die Turnierleitung dazu, die Halbfinal- und Finalspiele mit 7-Meter-Werfen entscheiden zu lassen.

Die ganz Harten Handballerinnen und Handballer traten also am 7-Meter-Punkt gegeneinander an und entschieden damit die Platzierungen.

"Hut ab!" vor den leidensfähigen Fans & Eltern, "Tolle Leistung!" von den Spielerinnen und Spielern und ein "Weiter so!" dem Kampfgericht sowie dem Stadionsprecher, die nicht aufgaben, alle zu motivieren und das Turnier an Laufen zu halten.

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