Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

Am 18.12.2011 folgte die weibliche Jugend E des Pasewalker HV einer Einladung der SG Warnemünde/Eintracht Rostock zu einem Adventsturnier nach Rostock. Im Spiel jeder gegen jeden des Jahrgangs 2001  traten dort die beiden Teams des Gastgebers sowie der Stralsunder HV, ATSV Stockelsdorf und des Pasewalker HV an. In einem stark besetzten und teilweise sehr ausgeglichenen Turnier belegten die Pasewalkerinnen den 5. Platz.

Heute sollen einmal die Zahlen vorrangig die vier Spiele á 2 x 12 Minuten kommentieren. Die Mädchen kamen also auf eine Gesamtspielzeit von 96 Minuten.

In ihrer ersten Begegnung trafen die Mädchen auf die zweite Vertretung des Gastgebers und unterlagen hier knapp mit 9:10 Toren.

Angriffe:

8/22

36 %

Konter:           

0/8

0 %

Siebenmeter:

1/2

50 %

Torwürfe:

9/17

53 %

Das zweite Spiel gegen des Stralsunder HV verlief ähnlich knapp und endete erneut mit einer 8:9-Niederlage.

Angriffe:

4/20

20 %

Konter:           

3/12

25 %

Siebenmeter:

1/1

100 %

Torwürfe:

8/22

36 %

Nach einer etwas längeren Pause traf man auf die erste Vertretung des Gastgebers und unterlag mit 7:10.

Angriffe:

5/21

24 %

Konter:           

2/10

20 %

Siebenmeter:

-

 -

Torwürfe:

7/19

37 %

Im letzten Spiel des Tages trat man gegen ATSV Stockelsdorf an und verlor deutlich mit 6:17.

Angriffe:

4/30

13 %

Konter:           

2/5

40 %

Siebenmeter:

-

 -

Torwürfe:

6/20

30 %

In Gänze bedeutet das:

Angriffe:

21/93

23 %

Konter:           

7/35

20 %

Siebenmeter:

2/3

66,6 %

Torwürfe:

30/78

39 %

und den 5. Platz.

 

Etwa 5,6 km (128 x 44 m) lief eine Spielerin heute auf dem Handballfeld, wenn sie durchgespielt hat. Alle Feldspielerinnen zusammen kommen auf eine „Strecke“ von etwa 33,6 km.

Und in der Tat sind die Mädels heute viel gelaufen, aber auch häufig umsonst, da zu viele Angriffe ohne Erfolg (77 %) blieben. Wenn man dann hinzurechnet, dass der Aufbau unsicher und unscheinbar war bzw. der kraftvolle Torabschluss fehlte und die Verantwortung somit nur auf wenigen Schultern lag, dann kann man auch kein Spiel gewinnen. Sieht man allerdings auf die Toreffektivität der ersten beiden Spiele und wechselt einfach die Perspektive (positiv denken), dann kommt man hier zu dem Ergebnis, dass man diese Spiele auch knapp hätte gewinnen können. Und das wäre vielleicht auch ein Ansporn für die letzten beiden Spiele gewesen.

Weiterhin wird deutlich, dass der beliebte Goalgetter „Konter“ heute viel weniger Erfolg versprechend war und auch mit zu den Niederlagen beigetragen hat, da zu oft von den Gegnern weggefangen. Dagegenhalten muss man aber die hohe Laufbereitschaft während aller Spiele und das sehr intensive Deckungsverhalten des PHV.  Wenige Konter lassen darauf schließen, dass der Gegner schneller umzuschalten vermag oder aber man selbst nicht schnell genug von Deckung auf Angriff umschalten konnte, obgleich es den Außenspielerinnen schon besser gelungen ist, im Konterbereich zu agieren.

Ein weiteres Defizit waren heute die ungenauen Zuspiele und die vergleichsweise vielen technischen Fehler, die die ein Jahr älteren Gegnerinnen sofort in eigene Torchancen ummünzten oder es zumindest versuchten, denn Lisa Stahl hat sich im Tor von Spiel zu Spiel gesteigert und gerade in den letzten beiden Begegnungen eine höhere Niederlage verhindert.

Was ist neben den zahlenmäßigen Problemen aber noch aufgefallen?

Alle wollen den Ball haben, aber nur wenige übernehmen dann auch tatsächlich die Verantwortung für den Torwurf. Teilweise haben die Außenspielerinnen das Spiel eng gemacht.

Zu wenig haben sich die PHV-Mädels im Angriff ohne Ball bewegt und zu viel gedribbelt. Eher selten entwickelte sich eine Torchance aus dem Zusammenspiel heraus. Es dominierten die Einzelaktionen. Die Fehler wurden in der Spielpause analysiert, konnten aber nicht immer umgesetzt werden.

Gesagt werden muss aber, dass die Mädels heute einen anstrengenden und langen Tag hatten. Ihre Gegner waren zumeist spielerfahrener und leider auch meist größer (wird sich sicher auch nicht ändern) als sie selbst. Mehr Aggressivität zeigten sie in der Deckung, was aber wiederum so viel Kraft gekostet haben muss, dass diese für den Angriff nicht mehr gereicht zu haben scheint. Und es fehlt noch immer der ihnen inhärente Wille zum Siegen, das produktive und kollektive Ärgern über sich selbst und auch der konstruktive Umgang mit Kritik. Das alles muss im Training eingeübt werden; der Wille fängt dort an, im Spiel gegen die Freundin.

Das müssen sie lernen; das muss man sie lehren.

 

Zu den Früh-„Aufgeweckten“ und nicht nur zur S-Bahn rennenden gehörten:

Lisa  Stahl; Philine Schultz (1), Johanna Dierich, Lucie Fröhlich (10/2), Mara Neumann (2), Josefin Belz (1), Leoni Meyer (10), Edda-Marie Neumann (1), Lara Berndt (1), Lena Kriedemann (3), Leonie Baehr

und natürlich Julia Lukowski

aber auch Familie Stahl und Familie Fröhlich

und Frau Meyer, Frau Kriedemann, Herr Schultz sowie Familie Berndt. Gerade den letzteren sei gedankt für das Rucksack-Tragen, Jacke-Zumachen, das wohl „dosierte“ und gesunde Essen, Bälle-Einsammeln und das Mitfiebern bis an die eigenen Grenzen.