Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

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Dass die Mädchen der weiblichen Jugend E des PHV es gelernt haben, in der Deckung zuzupacken, haben sie beim zweiten Turnier der Meisterschaftsrunde am 21.01.2012 in heimischer Halle bewiesen. Mit einem beeindruckenden Powerplay bezwang man die Handball SG Greifswald I mit 17:6. Das zweite Spiel gegen SV Fortuna´50 Neubrandenburg ging nach einem verängstigten Start mit 8:15 verloren. Damit befinden sich die jungen Spielerinnen auf dem 4. Tabellenplatz in der Meisterschaftsrunde. 

 

Für die Mädchen gab es an diesem Turniertag zwei Aufgaben: Greifswald nicht unterschätzen und siegen, Neubrandenburg nicht überschätzen und ärgern. Beide Aufgaben haben die Mädchen klar erfüllt.

Und was die Mädchen mit dem Anpfiff zur ersten Partie gegen Greifswald zeigten, brachte nicht nur die Übungsleiter zum Staunen, sondern sicher auch die zahlreich vertretenen Eltern und Großeltern und … . Nach vier Minuten führten die Mädchen schon 4:0. Die Deckung agierte so konzentriert und effektiv, dass Greifswald kaum eine Möglichkeit sah, den Ball in die gegnerische Hälfte zu bringen. Daraus resultierende Kontermöglichkeiten über zwei bis drei Stationen wurden sicher beispielsweise durch Lena Kriedemann auf links außen verwandelt. Torgefährlich agierte das Team somit nicht nur über die Spitze, sondern mehr und mehr auch über die Außenposition.

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In der ersten Halbzeit gelang den Greifswaldern kein Tor. Über das 10:0-Halbzeitergebnis steigerten sich die E-Jugendlichen sogar noch bis zum 13:0. Deckungsunsicherheiten und somit Torchancen für die Gegnerinnen ergaben sich, da alle Spielerinnen die Möglichkeiten erhielten sich in Angriff und Deckung auszuprobieren. Der Sieg war aber nicht gefährdet. schließlich gewannen die PHV-Spielerinnen deutlich mit 17:6. Wichtig ist es, Selbstvertrauen und Sicherheit in die eigenen Leistungen zu gewinnen.

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Nach einer längeren Spielpause sah man sich in der zweiten heutigen Begegnung SV Fortuna gegenüber, die am letzten Wochenende in Greifswald gegen Usedom ihr Können eindrucksvoll bewiesen hat, andererseits geht der Blick aber auch auf das letzte Duell in Neubrandenburg in der Vorrunde, das mit nur einem Tor (10:11) verloren ging. Der Gegner hat also scheinbar Licht- und Schattenseiten. Oder wir haben diese. Die Perspektive ist ja bekanntlich entscheidend. Und ganz entschieden ging dann der Beginn des Spiels auf die Habenseite der Neubrandeburgerinnen. Die PHV-Mädchen wurden zu Beginn schier überrannt und lagen schnell mit 0:4 zurück. Kein Mittel schien zu greifen, die Deckung ließ Lücken zu, im Angriff machte sich Angst breit und jede wollte die Verantwortung abschieben. Kopflos und ohnmächtig wirkten die Mädchen. Eine Auszeit musste her, um sich dieser Schwäche bewusst zu werden, die Mädchen anzuspornen, das Selbstvertrauen abzurufen und sich nicht einfach geschlagen geben einem Team gegenüber, das scheinbar in erster Linie körperliche Härte praktiziert und weniger einen ästhetischen Handball. Aber diese Spielkonzepte sieht man ja auch bei der gegenwärtigen EM in Serbien. Auch gelang es dem Schiedsrichter nicht, dieses eher körperbezogene Spiel zu kontrollieren und diesem entgegenzuwirken. Also blieb der Mannschaft nur eines übrig, sich der Spielweise anzupassen. Diese Spielweise, ob gewollt oder ungewollt, bewusst oder unbewusst praktizierend, verrät aber auch eine gewisse Achtung vor dem Gegner, also vor uns. Und das nehmen wir als fast komplett jüngerer Jahrgang (bis auf eine Spielerin alle 2002 und 2003) als Lob von den komplett älteren Neubrandenburgerinnen (2001) an. Danke!

Diese Spielweise kostete körperliche Kräfte wie auch Willenskräfte. Und in diesen Spielen lernen es die Mädchen, sich durchzukämpfen, sie müssen über sich hinausgehen, Biss zeigen. Das fängt beim Training an! Und es tut gut zu sehen, dass man wechseln kann, ohne dass das den Spielfluss gefährdet. Nach dem deutlichen Halbzeitrückstand von 3:9 kämpften sich die Mädchen in der zweiten Hälfte mehr und mehr an Neubrandenburg heran, die nicht nachließen, denen aber Lisa Stahl im Tor häufig den Schneid abkaufte. Und eine Ursache für diese tolle Leistung von Lisa am heutigen Tage sind sicher auch die Berndtschen-Schornsteinfeger-hand-made-Schnürsenkel-Glücksknotenzwinkernd. Das ganze Team bäumte sich auf und erarbeitete sich hart Chance um Chance, die dann auch mit einem Tor belohnt wurde.

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Mit dem Abpfiff konnte man der Anzeigetafel eine klare Niederlage von 8:15-Toren entnehmen. Richtet man aber den Blick auf die zweite Hälfte, dann sieht man hier, dass diese denkbar knapp mit 5:6 an Neubrandenburg ging.

Aus dem Spiel ist abzuleiten, dass weiter an der Kondition gearbeitet werden muss, das Werfen unter Belastung gehört ebenfalls dazu.

 

Weiter so, Mädels, weiter!!!

 

PHV – „powered by“:  Lisa Stahl (Tor), Philine Schultz (1), Johanna Dierich, das Geburtstagskind (3), Lucie Fröhlich (6), Mara Neumann, Josefin Belz, Leoni Meyer (6), Ronja Falk, Edda Neumann (1), Lea Pfefferkorn, Lara Berndt (3), Lena Kriedemann (4), Pauline Nentwich (1)

und

ein Dankeschön ihren Eltern und Großeltern, die den Verkauf wieder vorbereitet und durchgeführt haben

und

ein großes Dankeschön geht auch an die Gramzower LANDGUT GmbH (Geschäftsführer Egon Galow).