Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

Ihr zweites Spiel in der Staffel B der D-Jugend hatte die E-Jugend des Pasewalker HV am Samstag, den 22.09.2012 auswärts in Waren zu bestreiten. Nachdem man am vergangenen Wochenende gegen Stavenhagen nicht nur punkten, sondern auch überzeugen konnte, fuhr man mit gemischten Gefühlen an die Müritz. Dass man hier deutlich gewinnen würde – mit 15:2 – damit hatte man erneut nicht gerechnet.

 

Was wusste man im Vorhinein vom Gegner? Nicht viel. Das erste Spiel hatten sie mit 0:21 gegen Loitz verloren. Zudem kannte man den Gegner nicht aus der letzten Saison, weder D- noch E-Jugend. Es musste sich also um ein neues und somit unerfahrenes Team handeln. Diese Aussagen wurden im Gespräch mit dem Trainer im Vorfeld des Spiels auch bestätigt. Es handelt sich um eine Mannschaft, die sich gerade erst gefunden hat und im Aufbau begriffen ist. Ihnen geht es in dieser Saison um Spielerfahrung. Betrachtet man das Spielprotokoll etwas genauer, sieht man auch die altersbezogen inhomogene Zusammensetzung, denn es sind sowohl die Jahrgänge 2000 bis 2003 vertreten. Es konnte also nur ein ungleiches Duell werden.

Das zeigte sich dann auch im Spiel. Zwar konnte der PHV schnell in Führung gehen, allein die Chancenverwertung und die hohe Zahl an technischen Fehlern war mit nichts zu begründen. Die Spielerinnen bemühten sich um ein effektives Zusammenspiel, aber entweder wurde der Ball nicht gefangen, der Wurf war zu kraftlos bzw. deplatziert oder letztlich waren Pfosten oder Latte im Weg. Nur zeitweise sah man gut gelungene und im Training geübte Spielzüge. Zur Halbzeit lag man daher lediglich mit 7:1 in Führung.

Die Gäste hatten sich einige Chancen erarbeiten können, die sie aber nicht in zählbare Treffer ummünzen konnten. Daher war Vor- und Übersicht für die zweite Hälfte geboten. Und in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit lief dann nicht mehr als in der ersten, allein der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da die Würfe der Gäste, zumeist aus der zweiten Reihe kommend, über unser Tor hinweg geworfen wurden. Andere Teams hätten unsere Defizite sofort genutzt, um selbst zu punkten. Ein weiterer Schwachpunkt war heute auch das Konterspiel, da der Ball nur selten vom Torhüter schnell in die gegnerische Hälfte gebracht wurde. Die Mädels besannen sich dann aber in den letzten zehn Minuten noch einmal und warfen vier Tore in Folge, so dass es zum Schluss 15:2 aus Pasewalker Sicht hieß.

Zieht man alle „Baustellen“ heute zusammen: Fang- und Zuspielfehler, die zahlreichen „Würfchen“, das fehlende Konterspiel, kopflose Einzelaktionen und ein langweiliges Angriffsspiel, so wären das alles Kriterien für eine Niederlage. So allerdings war es ein glanzloser Sieg.

Beim Blick auf die anderen Ergebnisse in unserer Staffel fragt man sich, was das für eine Staffel ist und was das in dieser Saison noch werden soll?

Altentreptow verliert an diesem Wochenende gegen Stavenhagen mit 4:5, gegen die wir aber gewonnen haben. Die „Erste“ aus Neubrandenburg wird sicher die deutlich leistungsstärkere sein. Welches andere Kriterium der Mannschaftseinteilung sollte es hier auch geben?! Loitz ist da noch als weiterer Gegner zu nennen.

Bliebe also zu überlegen, ob es nicht doch sinnvoller wäre, dass die Mannschaftsverantwortlichen ihre Teams vor Beginn der neuen Saison in eine starke und eine schwache Staffel einordnen "dürfen". Es mag doch effektiver erscheinen, lieber auf einem Niveau zu spielen, als mit hohen Siegen aufwarten zu können. Es mag … erscheinen.

Und ein weiteres Manko ist deutlich geworden: Der für die D-Jugend geforderte koordinative Test entfiel mangels fehlender Zeitmess- und Sportgeräte (Stoppuhren und Seile). Eine fragwürdige Begründung, aber eine nachvollziehbare Entscheidung aus Warener Sicht. Warum Seilsprünge einfordern, wenn gerade das Handballerische im Vordergrund steht, wenn man Erfahrung sammeln soll? Wie und wann aber soll der Test nachgeholt werden? Immerhin sollen die drei Besten, wie auch immer das am Ende ermittelt wird, ausgezeichnet werden. Verantwortlich für den Test ist der Heimverein. Hier wurden wieder Aufgaben von einer höheren Instanz delegiert, ohne sie sachlich und ausführlich im Vorhinein auf ihre Durchführbarkeit zu durchdenken und ggf. Alternativen oder Hilfen anzubieten.

Genug der einseitigen Kritik …

In der D-Jugend wollen wir nur lernen. Das haben wir auch am Wochenende.

 

In Waren waren: Lisa Stahl (Tor), Johanna Dierich, Lucie Fröhlich, Mara Neumann, Josefin Belz, Philine Schultz, Leoni Meyer, Edda Neumann, Lara Berndt, Lena Kriedemann und Ronja Falk.