Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

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Für die D-Jugend-Mädchen des Pasewalker HV ging es am verlängerten Wochenende in die Landeshauptstadt nach Schwerin. Zum dortigen Petermännchen-Cup hat der SV Grün-Weiß Schwerin ein Teilnehmerfeld aus Schleswig/Holstein, Sachsen/Anhalt, Sachsen, Berlin und dem eigenen Bundesland eingeladen, die in ihren Bundesländern das handballerische Niveau bestimmen. Da ist es für den Pasewalker HV schon eine Auszeichnung, sich mit diesen Teams messen zu dürfen, und in den mit Spannung erwarteten Leistungsvergleichen ging es weniger um die Platzierung als vielmehr darum, spielerische Akzente setzen zu können gerade auch in Vorbereitung auf die eine Woche später stattfindenden Landesmeisterschaften.

 

Nachdem die jungen Damen am Vortag die Landeshauptstadt erkundeten - ein Mannschaftsfoto vor dem Schweriner Schloss durfte da natürlich nicht fehlen – ging es am Samstag zunächst in die Staffelspiele. Nachdem gegen den HSV Magdeburg überzeugend mit 12:6 gewonnen werden konnte, scheiterten die PHV-Spielerinnen im zweiten Turnierspiel gegen den SV Grün-Weiß Schwerin I mehrfach an dessen Torhüterin, ließen sich davon zu sehr entmutigen, der Spielaufbau stagnierte und am Ende stand eine recht deutliche 2:13-Niederlage auf der Anzeigetafel. Dieses Spiel haben die Mädchen gegen einen übermächtigen Gegner verloren: sich selbst. Das wurde ihnen auch in der Spielauswertung bewusst. Jetzt war im letzten Gruppenspiel gegen den VfL Bad Schwartau Kampfgeist gefragt. Und ebendiesen zeigten die Pasewalkerinnen von Spielbeginn an, konnten sich so in der Anfangsphase des Spiels entscheidend absetzen und auch die Spielfreude war dem Team wieder deutlich anzusehen. Auch wenn mitunter technische Fehler passierten – was bei dem hohen Spieltempo in dieser Altersgruppe passieren kann – wurde das letzte Vorrundenspiel sicher mit 15:8 gewonnen. Damit wurde der PHV Staffelzweiter und stand somit überraschenderweise in der Finalrunde um die Plätze 1 bis 4. Ein Ergebnis, mit dem man im Vorfeld überhaupt nicht gerechnet hatte.

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Und jetzt wollten die Mädchen mehr! Wollten nicht den undankbaren vierten Platz. Im Überkreuzvergleich mussten sie jedoch gegen den TSV Bützow bestehen, die zuvor in ihrer Staffel den HC Leipzig klar besiegten. Und dieses Wollen bekam jeder in der Halle zu spüren. Mit hohem Einsatz in der Deckung, variablem und durchsetzungsstarkem Angriffsspiel lagen die Pasewalkerinnen stets in Führung. Auch noch Sekunden vor Schluss beim Spielstand von 8:7. Doch ein Bützower Freiwurf mit dem Schlusssignal konnte weder von der Deckung geblockt noch von der Torhüterin pariert werden. Unentschieden. Verlängerung. Und aus der Traum vom Finale. Das glücklichere Händchen auf Seiten von Bützow. Tränen bei den PHV-Spielerinnen in dem Bewusstsein, nur denkbar knapp gescheitert zu sein.

Im Spiel um Platz 3 zeigte das Pasewalker Team, dass es sich nicht aufgegeben hatte, hielt gegen den Nordostdeutschen Meister 2013 und 2014, den HC Leipzig, spielerisch sehr gut mit, verlor am Ende achtbar mit 8:11 und belegte Platz 4 in einem mehr als stark besetzten Turnier.

Für den PHV spielten: Lisa Stahl und Edda Neumann im Tor; Johanna Dierich, Mara Neumann, Josefin Belz, Samanta Neisser, Philine Schultz, Leoni Meyer, Mia Kraut, Lara Berndt und Ronja Falk.