Pasewalker Handballverein

von 1990 e. V.

Die weibliche Jugend E des PHV folgte am Samstag, den 24.09.2011, einer Einladung zu einem Meisterschaftsturnier des Kreishandballbundes (KHB) Rostock. Hier spielte das junge Team im Jahrgang 2002 und jünger gegen den SV Warnemünde, den Rostocker HC und Eintracht Rostock.

Folgende Ergebnisse wurden dabei erzielt:

PHV - SV Warnemünde

  7: 2

PHV - Rostocker HC

17: 2

PHV - Eintracht Rostock

  2: 3

Im Vorhinein muss gesagt werden, dass die wJE des PHV an drei Turnieren des KHB Rostock teilnimmt, hier aber, ebenso wie TSV Bützow,  außerhalb der Wertung spielt. Die Einladungen erhielt die Mannschaft des PHV,  da zur Meisterschaft des KHB Rostock in der weiblichen E-2-Jugend (Jahrgang 2002) nur drei Mannschaften meldeten. In dieser Altersklasse wird hier noch mit einer Abhängung im Tor und mit dem Ball Größe Null gespielt. Die Spielzeit beträgt zweimal zehn Minuten.

 

Früh aufstehen hieß es für die Mädchen des PHV, da man um 10:30 Uhr das erste Spiel in Rostock zu bestreiten hatte. Bevor es jedoch zu dieser ersten Begegnung kam, absolvierten die dort angetretenen Mannschaften einen Test im Seilspringen, bei dem sich die Leistung der Gäste sehen lassen konnte.

Eher verhalten starteten die jungen PHV-Spielerinnen in ihre erste Begegnung gegen den SV Warnemünde, dann besannen sie sich jedoch ihrer Stärken und spielten diese aus. Tore wurden hier v.a. durch das Konterspiel über den Kreis aber auch die Außenpositionen erzielt. Zur Halbzeit lag man mit 5:0 in Führung. Im zweiten Teil der Partie wurde dann viel gewechselt, so dass jeder Erfahrungen sammeln konnte. Mit dem Schlusspfiff stand es dann 7:2 für den PHV.

Lange durchatmen konnte das Team nicht, da das nächste Spiel gegen den Rostocker HC sogleich folgte. Die zweite Begegnung dominierte der PHV, auch weil die Rostocker Mädchen teilweise unseren Spielerinnen gegenüber körperlich unterlegen waren. Von Beginn an übernahmen die PHV-Mädchen die Regie. Fast jeder zweite Angriff endete mit einem Torerfolg. Viele Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein. So stand es am Ende 17:2 (7:1).

Jedoch war der Lerneffekt in den beiden ersten Begegnungen sehr gering, da gerade das den Mädchen ungeliebte Zweikampfverhalten und somit das Durchsetzungsvermögen nicht gefordert war. Das sollte sich im dritten Spiel gegen Eintracht Rostock ändern. Diese Partie hatte es von Anfang an in sich. Beide Mannschaften kämpften, besser stritten um den Ball. Torchancen gab es auf beiden Seiten genug, aber beide Keeper parierten gekonnt. So kam es auf die Wurfgenauigkeit, die Wurfschärfe und das Deckungsverhalten einmal mehr an. Auch die Rostocker haben es gelernt, nach einem Ballgewinn schnell von der Deckung in den Angriff überzugehen und verlagerten das Spiel, ähnlich wie wir,  über die Mittelposition zügig in die gegnerische Hälfte. So galt es auch für unsere Mädchen nach einem verpatzten Angriff und Ballverlust umzudenken und umzuschalten. Dauerte dieses Umdenken zu lange, dann ergaben sich torgünstige Gelegenheiten für den Gegner. Der PHV hatte jedoch auch viele eigene Torchancen. Jedoch zeigten sich immer wieder Ungenauigkeiten im Zuspiel und Schwächen im Torabschluss durch deplatzierte Würfe. Der größte Gegner aber war die Angst vor der Verantwortung für den Ball. Anstatt selbstbewusst das im Training geübte 1:1 anzuwenden, ließ man sich vom zupackenden Gegner entmutigen, ohne diesen genauso intensiv zu decken. Zu lieb sind die Mädchen während des Spiels, zu zaghaft, zu unentschlossen. Aber gerade diese Begegnung hat es gezeigt, worauf es ankommt, wenn man gewinnen will: auf den Willen. Dass die Mädchen siegen wollen, steht außer Frage; sie müssen es nur deutlich dem Gegner zeigen durch entsprechendes Durchsetzungsvermögen. Mehr Gegner wie Eintracht Rostock wünscht man sich da als Übungsleiter, sicher auch als am Rande lautstarke und mitfiebernde Mutter. Frau Berndts Gestik spiegelte Verzweiflung wieder, Frau Stahl setzte dagegen ihre feste Stimme ein.

So ausgeglichen das letzte Spiel war, so ausgeglichen war vielleicht auch das Ergebnis auf der Anzeigetafel: 3:3. Für Irritationen unter den Spielern sorgte die Korrektur auf einen 3:2-Sieg für Eintracht Rostock, welche nach Rücksprache mit dem Kampfgericht vorgenommen wurde. Aber gleichgültig ob Unentschieden oder Niederlage, hier zählte für die Übungsleiter das starke kämpferische Spiel auf beiden Seiten, ein Spiel auf Augenhöhe, das die Mädchen weiterbringt und ihnen gezeigt hat, woran sie unbedingt arbeiten müssen.

 

Etwas Statistik verdeutlicht vielleicht das Geschriebene:

Spiel 1

21 Angriffe

7 Tore

Sieg

Spiel 2

27 Angriffe

17 Tore

Sieg

Spiel 3

45 Angriffe

2 o. 3 Tore

?

Die Spieldauer betrug in jedem Spiel 20 Minuten. Wer seinen Gegner richtig deckt, läuft wenigstens zwischen den beiden Neunmetern hin und her. Das Spielfeld ist 40 Meter lang. Eine Strecke also von zweimal 22 Metern, denn wer 45 Angriffe läuft, läuft auch 45 mal in die Deckung (Idealfall!).

Also 90 • 22 m = 1980 m (etwa 2 km).

 

Ein großes Dankeschön an die Organisatoren von Eintracht Rostock und dem KHB Rostock für diese Einladung und die Möglichkeit der Zusammenarbeit über die eigenen KHV-Grenzen hinaus.

 

Für den PHV rannten: Lisa Stahl (Tor); Philine Schultz (3 [oder 4?]), Johanna Dierich (7), Mara Neumann (2), Leoni Meyer (6), Edda Neumann, Lea Pfefferkorn, Lara Berndt (3), Lena Kriedemann (3), Pauline Nentwich (2).

Nicht zu vergessen Lucie Fröhlich und Josefin Belz, die alters- bzw. verletzungsbedingt zum Zuschauen gezwungen waren, aber ihre Mannschaft begleitet und unterstützt haben.